Häufige Fragen zu ROBUSTGemuese
Wie können ökologische Gemüsebaubetriebe auch unter veränderten klimatischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Bedingungen langfristig handlungsfähig bleiben? In unseren FAQs erfahren Sie, was Resilienz im Gemüsebau bedeutet, welche Fragestellungen im Projekt ROBUSTGemuese bearbeitet werden und wie Praxis, Beratung und Forschung gemeinsam an praxistauglichen Lösungen arbeiten. Außerdem finden Sie Informationen zur Beteiligung am Projekt, zu Ergebnissen, Ansprechpartner*innen und zur Förderung.
Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Betriebes, Belastungen, Veränderungen und Krisen – zum Beispiel durch Wetterextreme, neue Schädlinge oder Marktschwankungen – abzufedern, sich anzupassen und handlungsfähig zu bleiben. Es geht nicht darum, jede Krise zu vermeiden, sondern gut damit umzugehen und langfristig stabil zu wirtschaften.
Klimawandel, unsichere Betriebsmittel, veränderte Nachfrage und neue Vorgaben treffen Gemüsebaubetriebe immer häufiger gleichzeitig. Wer heute resilient aufgestellt ist, kann flexibler reagieren, Risiken besser einschätzen und Chancen gezielter nutzen.
ROBUSTGemuese ist ein Praxisforschungsprojekt.
Fragestellungen kommen aus den Themen und Bedarfen der Betriebe
Lösungen werden direkt auf den Betrieben erprobt
Praxis, Beratung und Forschung arbeiten gleichberechtigt zusammen
Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie für andere Betriebe nutzbar sind
Nein. Neben den beteiligten Praxisbetrieben profitieren auch andere Gemüsebaubetriebe von den Ergebnissen – zum Beispiel über Veranstaltungen, Materialien und das geplante Entscheidungshilfe‑Tool zur Selbsteinschätzung der Resilienz.
Je nach Kultur und Region u. a.:
Pflanzenschutz unter veränderten Klimabedingungen
robuste Kulturführung und Fruchtfolgen
Nährstoffmanagement und Bodenfruchtbarkeit
wassersparende Bewässerung
wirtschaftliche Stabilität und Vermarktungsstrategien
Die genauen Fragestellungen werden gemeinsam mit den Betrieben entwickelt.
Status-Quo-Analyse zur Resilienz auf den Projektbetrieben.
Ganzheitliche Ansätze zur Schädlingskontrolle und Stärkung der Betriebsresilienz. Es werden offene Zuchtsysteme im Freiland entwickelt sowie Mulch- und Untersaatsysteme getestet und verglichen.
Prozesse zur Wertschöpfungskettenentwicklung und zur Stärkung ko-kreativen und kooperativen Handeln der beteiligten Akteure.
Entwicklung eines praxistauglichen Biomeilerverfahren, mit dem emissionsminimiert und nährstoffeffizient aus betriebseigenen Reststoffen phytohygienisch einwandfreie hochwertige Komposte bereitgestellt werden.
Unsere Projektbetriebe stehen schon fest. Dennoch kann es immer vorkommen, dass Betriebe ausscheiden und wir neue Betriebe aufnehmen können. Bei Interesse melden Sie sich daher gerne bei der Projektkoordination.
Besuchen Sei unsere Praxisveranstaltungen und Feldtage – siehe TERMINE.
Nutzen Sie unsere aufbereitete Materialien und Handreichungen sowie das Resilienzbewertungstool.
Lesen die Projektergebnisse nach (LINK folgt) und schauen Sie in unserem YouTube-Kanal vorbei.
Ein interdisziplinäres Team aus:
Berater*innen aus Bio‑Anbauverbänden und Offizialberatung
Forschungseinrichtungen mit Erfahrung in der Praxisforschung
Gemüsebaubetrieben
Alle beteiligten Institutionen sind hier zu finden.
Identifizieren von relevanten Themen und Betrieben
Moderieren der Zusammenarbeit in regionalen oder kulturspezifischen Netzwerken
Begleitung der Versuche, sowohl fachlich als auch organisatorisch
Unterstützung der Einordnung der Ergebnisse in den betrieblichen Kontext
Wissenstransfer in Praxis und Beratung
Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass Ergebnisse praxisrelevant bleiben.
Alle aktuellen Termine und Versuchsbeschreibungen finden sich auf dieser Website. Ansprechpartner*innen aus Beratung und Projektteam stehen hier ebenfalls zur Verfügung.
Die Förderung des ROBUSTGemüse-Projektes erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau.
Das Projekt ist im Dezember 2025 gestartet und endet im November 2028.