ROBUSTGemüse

Arbeitspakete

Das Projekt ROBUSTGemüse ist in sieben kulturspezifische und regionale Praxisforschungsnetzwerke strukturiert, in denen gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben Risiken und Resilienz des ökologischen Freilandgemüsebaus analysiert werden. Auf Basis dieser Analysen werden partizipativ On-Farm- und Tastversuche geplant, durchgeführt und ausgewertet, wobei der gesamte Prozess gemeinsam mit der Praxis erfolgt. Über sogenannte Schnittstellenthemen werden inhaltlich verwandte Fragestellungen netzwerkübergreifend gebündelt. So wird Wissen im Projekt vernetzt und praxisrelevante Ergebnisse und Werkzeuge werden entwickelt. Ergänzend arbeiten dynamische Arbeitskreise an übergeordneten Themen und Methoden wie Resilienzbewertung oder Ökonomie und bündeln dabei die Kompetenzen des Projektteams.

Das ROBUSTGemüse ist in fünf Arbeitspakete (APs) gegliedert.

Arbeitspakete

Das Projekt ROBUSTGemüse ist in sieben kulturspezifische und regionale Praxisforschungsnetzwerke strukturiert, in denen gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben Risiken und Resilienz des ökologischen Freilandgemüsebaus analysiert werden. Auf Basis dieser Analysen werden partizipativ On-Farm- und Tastversuche geplant, durchgeführt und ausgewertet, wobei der gesamte Prozess gemeinsam mit der Praxis erfolgt. Über sogenannte Schnittstellenthemen werden inhaltlich verwandte Fragestellungen netzwerkübergreifend gebündelt. So wird Wissen im Projekt vernetzt und praxisrelevante Ergebnisse und Werkzeuge werden entwickelt. Ergänzend arbeiten dynamische Arbeitskreise an übergeordneten Themen und Methoden wie Resilienzbewertung oder Ökonomie und bündeln dabei die Kompetenzen des Projektteams.

Das ROBUSTGemüse ist in fünf Arbeitspakete (APs) gegliedert.

AP 1

Koordination & Kommunikation

In AP 1 ist Projektkoordination verankert, dieses AP stellt das organisatorische Rückgrat von ROBUSTGemüse dar. Es umfasst die Projektleitung, die Vernetzung und Begleitung der Praxisforschungsnetzwerke sowie die Koordination von thematischen Arbeitskreisen und Schnittstellenthemen, um eine enge inhaltliche Abstimmung sicherzustellen. Zudem sorgt AP 1 für transparente Kommunikation innerhalb des Projekts nach innen und nach außen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Verstetigungskonzepts, damit Ergebnisse, Methoden und Netzwerke auch über die Laufzeit des Projekts hinaus nutzbar bleiben.
Ebenfalls zu AP1 gehört der Wissenstransfer. Hier entstehen unter anderem Artikel, Videos und Handreichungen zu den Projektergebnissen. Außerdem finden Veranstaltungen wie Feldtage und Fachforen statt.

AP 2

Praxisforschungs-netzwerke

In AP2 sind die sieben kulturspezifischen beziehungsweise regionalen Praxisforschungsnetzwerke angesiedelt.

AP 3

Schnittstellenthemen

Arbeitspaket3 bündelt zentrale Schnittstellenthemen zu Anbau, Pflanzengesundheit und Qualität und verknüpft dabei Forschung, Beratung und Praxis über alle Praxisforschungsnetzwerke hinweg. Im Fokus stehen ein standort- und kulturübergreifendes phytopathologisches Monitoring sowie Strategien zur Steigerung der Nährstoffresilienz im ökologischen Freilandgemüsebau. Ergänzend werden Mulchanbauverfahren, Zwischenfrüchte, Lebendmulch-, Strip-Till-Systeme sowie die Einführung neuer Kulturen untersucht, um die betreibliche Resilienz zu erhöhen. Die Entwicklung und Bewertung präventiver Pflanzenschutzmaßnahmen durch Nützlingseinsatz bzw. Nützlingsförderung im Freiland-Gemüseanbau ist ein weiteres wichtiges Schnittstellenthema, das im Projekt beforscht wird.

Die Arbeiten kombinieren On-Farm- und On-Station-Versuche, gemeinsame Auswertungen und Workshops, um praxisnahe Empfehlungen abzuleiten.

AP 4

Status quo und Bewertung im Hinblick auf Resilienz

Arbeitspaket4 bildet die Grundlage für die systematische Erfassung und Bewertung der Resilienz von ökologischen Freilandgemüsebetrieben. Zunächst wird mithilfe von Befragungen eine Status-quo-Analyse zu Stressoren, Schocks, betrieblichen Strategien und vorhandenen Ressourcen durchgeführt und speziell auf den Öko-Gemüsebau zugeschnitten. Auf dieser Basis wird ein wissenschaftlich fundiertes Bewertungssystem entwickelt, mit dem die Wirkung von Praxisforschungsansätzen auf die betriebliche Resilienz eingeschätzt werden kann. Darauf aufbauend entsteht ein digitaler Stresstest, der Praxis und Beratung eine regions- und betriebsspezifische Einschätzung der Resilienz sowie das Identifizieren von Stellschrauben ermöglicht.

AP 5

Integration von Resilienz, ökonomischer Stabilität und nachhaltigen Wertschöpfungsketten

AP 5.1 Ökonomie

AP 5.1 bewertet die wirtschaftlichen Auswirkungen der Praxisforschungsansätze aller Arbeitspakete mit einem einheitlichen ökonomischen Bewertungsrahmen. Dabei werden Deckungsbeiträge berechnet und auch langfristige Resilienzaspekte wie Bodenqualität berücksichtigt. Die Ergebnisse fließen in einen digitalen „Resilienz‑Check“ in AP4 ein.


AP 5.2 Wertschöpfung im Bio-Gemüse gestalten

Dieses Arbeitspaket entwickelt und erprobt Methoden, mit denen Kooperationen in Wertschöpfungsketten im Bio‑Gemüsebau gezielt aufgebaut und gestärkt werden können. Anhand realer Fallbeispiele werden ko‑kreative und agile Ansätze zur Gestaltung von Anbahnungs‑ und Entscheidungsprozessen pilotiert und evaluiert. Ziel sind praxistaugliche Konzepte und Werkzeuge, die Kooperationen als Strategie zur Stärkung der betrieblichen Resilienz unterstützen.


AP 5.3 Resilienz durch innerbetriebliche Reststoffverwertung

AP 5.3 untersucht, wie betriebseigene Gemüsebaureststoffe durch ein weiterentwickeltes Biomeiler‑Kompostierungsverfahren emissionsarm, nährstoffeffizient und phytohygienisch genutzt werden können. Neben pflanzenbaulichen und ökologischen Effekten werden auch ökonomische Vorteile wie die Einsparung externer Betriebsmittel und erneuerbare Wärmeerzeugung bewertet. Ziel ist ein übertragbares Verfahren, das Nährstoffmanagement, Boden- und Pflanzenresilienz sowie die Wirtschaftlichkeit von Betrieben stärkt.